Weihnachten in Asien

Foto: Keith Bacongco

Foto: Keith Bacongco

In großen Schritten nähern wir uns dem Weihnachtsfest und Neujahr. Weltweit wird der Beginn des neuen Jahres fröhlich gefeiert, so auch in Asien. Doch auch Weihnachten ist in aller Welt beliebt und bekannt. In vielen Ländern Asiens leben Christen, aber die Angehörigen anderer Religionen haben den Brauch teilweise ebenfalls übernommen.

So gilt in Indien und Pakistan – inspiriert von den Festlichkeiten Amerikas – Weihnachten als „der große Tag“ mit Santa Claus und vielen Geschenken, Weihnachtsferien, Weihnachtsliedern und Krippenspielen. Gemeinsam wirken Kinder – Christen und Hindus – in den Missionsschulen an den Festlichkeiten mit. In Bangladesch ist Weihnachten gar als gesetzlicher Feiertag verankert, an dem sich ähnlich wie bei uns Familien im großen Kreis zusammenfinden.

Auch die indonesische Bevölkerung kennt Weihnachten, obwohl es keinen offiziellen Feiertag, gibt. In China zeigen sich westliche Einflüsse zu Weihnachten insbesondere in den Großstädten. Auch ohne arbeitsfreien Feiertag und christliche Prägung erfreuen sich Dekorationen und Christbaumschmuck wachsender Beliebtheit.

In Südkorea hingegen ist Weihnachten ein echter Feiertag, an dem Christen wie Nicht-Christen freihaben, Weihnachtsmusik hören, Christbäume schmücken und miteinander ein Festessen einnehmen.
Die katholische Bevölkerung der Philippinen feiert so ausdauernd Weihnachten, dass ihre Festlichkeiten als die längsten der Welt gelten. Von der Christmette bis zum traditionellen Weihnachtsessen – allerdings nicht mit Pute oder Gans, sondern mit Schinken und Käse – wird Weihnachten auf den Philippinen ausgiebig zelebriert.

Japaner kennen Weihnachten, viel bedeutender ist in Japan aber der Neujahrstag. Während zu Weihnachten eher Spaß und Party angesagt ist, finden Familien sich zu Neujahr zusammen, einem gesetzlichen Feiertag.

Dass die Welt zusammenwächst, zeigt sich an Weihnachten ganz besonders deutlich. Jenseits von Marketingstrategien, Kommerz und Geschenken wünschen wir allen Menschen dieser Welt persönliche Zufriedenheit und ein friedliches Miteinander. Gutes Essen verbindet. Wie wäre es also zu Weihnachten einmal mit einem fern(k)östlichen Festtagsmenü? Oder zu Neujahr statt Fondue und Raclette eine indische Reistafel – lasst euch beim nächsten Mal von ein paar Menüvorschlägen der asiatischen Art überraschen!

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Zeit für den traditionellen chinesischen Mondkuchen

Es ist wieder Mondkuchen-Zeit!

Die leckeren süßen oder herzhaften Kuchen gibt es nur zwei Mal im Jahr, und zwar immer zum Halb- und Neujahr nach dem chinesischen Kalender. Diese chinesische Spezialität ist darum etwas ganz Besonderes. Vor allem zum Mondfest, auch Mittherbstfest genannt, einem der wichtigsten Feste in China, werden die typischen runden Mondkuchen gebacken und feierlich im Kreis der ganzen Familie mit Tee serviert.

Ein Kuchen als Kriegslist

In China hat diese Tradition eine Geschichte, die bis ans Ende der Yuan-Dynastie (1271-1368) zurückreicht. Zu jener Zeit beherrschten die Mongolen das Land. Um heimlich einen Aufstand gegen die mongolische Regierung zu organisieren, ersann die chinesische Armee der Legende nach eine Kriegslist. Soldaten verbreiteten unter den Han-Chinesen das Gerücht einer tödlichen Krankheit, die im Winter viele Opfer fordern werde. Die einzige Vorbeugung sei der rechtzeitige Verzehr des Mondkuchens vor Anbruch des Winters. Unter diesem Vorwand wurden Mondkuchen an die Han-Chinesen verkauft. In allen Kuchen war eine wichtige Nachricht versteckt, in der zu einem Aufstand der Nacht des Mittherbstfestes aufgerufen wurde. So erreichte die gut getarnte Botschaft die chinesische Bevölkerung und führte zu einem riesigen Volksaufstand gegen die Herrscher. Im Grunde ist der Mondkuchen also ein Glückskeks der besonderen Art!

Mondkuchen bei Asiamarkt-Wing – nur solange der Vorrat reicht

Die klassischen Mondkuchen sind etwa 5 cm hoch und haben einen Durchmesser von ungefähr 10 cm. Sie werden als Gastgeschenk zum feierlichen gemeinsamen Abendessen unter allen Familienmitgliedern aufgeteilt. Die Füllungen sind je nach Region ganz unterschiedlich: herzhaft, süß oder salzig, aber immer köstlich.

Klassisch ist die süße, rein pflanzliche Füllung aus weißer Lotuspaste. In der Grüntee-Mondkuchen-Variante mit Eigelb sollen die Dotter der Enteneier die Kraft des Mondes symbolisieren. Sehr reichhaltig und herzhaft sind die Mondkuchen Nussmischungen Xing Rong Hua, in deren Füllung neben Enteneiern auch Fleisch enthalten ist. Diese und andere Mondkuchen Spezialitäten findet ihr aktuell im August bei uns im Asiamarkt-Wing. Nur für eine begrenzte Dauer könnt ihr die Mondkuchen bestellen, bis es im nächsten Jahr im August wieder heißt: Es ist Mondkuchenzeit! Wenn ihr dem Link folgt und euch kein Ergebnis angezeigt wird, ist der Mondkuchen leider tatsächlich in dieser Zeit nicht erhältlich.