So muss Sushi: Tipps zur Zubereitung der japanischen Reisröllchen

sushisetEs ist schon ein bisschen aufwendig, Sushi selbst zuzubereiten – vor allem, weil es mit einer Sorte nicht getan ist. Wenn ihr zum Sushi-Essen einladet, solltet ihr mindestens sechs Variationen anbieten. Wir verraten euch, wie ihr jetzt mit einem Minimum an Mühe köstliches Sushi für vier Personen zusammenstellen könnt. Denn wir haben es brandneu im Sortiment: das geniale Sushi-Set für Anfänger!

Sushi-Zubereitung leicht gemacht

Die Basis bildet Reis mit guten Klebeeigenschaften. Besonders gut geeignet ist Rundkornreis mit fester Struktur, häufig wird jedoch der preiswertere Mittelkornreis verwendet. In unserem Starter-Set findet ihr speziellen Sushi-Reis, der sich hervorragend verarbeiten lässt. Er muss gründlich gewaschen und eine halbe Stunde in kaltem Wasser eingeweicht werden. Anschließend wird er mit Seetangblättern gekocht. Zu unserem Set gehören darum die dunkelgrünen Yaki-Nori-Blätter, die ihr später zum Umwickeln braucht.

Ist der Reis fertig gegart, fehlt noch die richtige Würze aus Salz, Zucker, Reisessig und Reiswein. Mithilfe eines breiten Löffels wird die Würzmischung schnell untergehoben, danach soll der fertige Reis mit einem feuchten Tuch abgedeckt möglichst schnell erkalten. In früheren Zeiten wurde die Abkühlung durch das Zuwedeln kalter Luft mit einem Fächer beschleunigt.

Der gewürzte und abgekühlte Reis wird dann weiter verarbeitet, beispielsweise mit hauchdünnen rohen Fischscheiben vom Lachs, Thunfisch und Kabeljau, mit Garnelen und anderen Meeresfrüchten oder mit Avocado, Salatgurke und anderem Gemüse gefüllt. Anschließend wird der Reis in die Algen eingerollt und belegt. Diese Sushi-Form heißt Maki-Sushi, die mithilfe der Form und der Matte, die zu unserem Set gehören, ganz einfach gelingt. Ohne diese Hilfsmittel gelingen die handgeformten Nigiri-Sushis, bei denen der Reis portionsweise geformt, belegt und mit geröstetem Sesam bestreut wird.

Zum Sushi-Essen gehören unbedingt Dips wie Wasabipaste (könnt ihr auch selbst aus Pulver zubereiten) und Sojasoße. Es empfiehlt sich, zwischen verschiedenen Sorten mit eingelegtem Ingwer die Geschmacksnerven zu „neutralisieren“. Ihr könnt Sushi gut mit den Fingern essen, Stäbchen erleichtern die Sache aber. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Japaner essen nicht nur Sushi

Denken Europäer an japanisches Essen, denken sie an Sushi. Dabei stammt Sushi ursprünglich noch nicht einmal aus Japan, sondern hat seinen Ursprung in China, genauer gesagt am südostasiatischen Fluss Mekong. Dort wurde ein Verfahren entwickelt, Fisch mithilfe von gekochtem Reis haltbar zu machen. Erst im 18. Jahrhundert entstand in der japanischen Stadt Edo, dem heutigen Tokio, das Sushi, wie wir es heute in Europa kennen. Mundgerechte Häppchen aus frischem Meeresfisch, Meeresfrüchten, Tofu, Ei und Gemüse mit kaltem, gesäuertem Reis eroberten ab Mitte des 20. Jahrhunderts kulinarisch die Welt. Auch in Deutschland gab es einen regelrechten Sushi-Boom, der bis heute ungebrochen anhält. In Japan ist Sushi natürlich auch beliebt, wird aber fast ausschließlich außer Haus im Restaurant oder an der Sushi-Theke gegessen. Wenn Japaner selbst kochen, dann eher andere Speisen. Hauptnahrungsmittel ist Reis in allen Variationen. Aber es gibt auch japanische Nudeln, wie die dicken, weißen Udon-Nudeln oder Fadennudeln (Sōmen). Dazu wird Gemüse, Fisch und mittlerweile auch Fleisch gereicht. Bis zum 19. Jahrhundert war Fleischverzehr noch weitestgehend verpönt. Eines der modernen deftigen Gerichte, echte japanische „Hausmannskost“ sozusagen, ist ein Fleisch-Kartoffel-Eintopf. Das supereinfach nachzukochende Rezept für Nikujaga (肉じゃが) folgt!