Reisen ins Land der Mitte: China erleben

by Christiane Fengler/pixelio

by Christiane Fengler/pixelio

Der Drachen ist ein starkes Symbol Chinas, ein magisches Fabelwesen, das in sich die Kraft des Regens und des Frühlings sowie den Charakter und das Temperament verschiedener Tiere in sich vereint. Früher waren im ganzen Land Drachenzeremonien weit verbreitet, die den Regen herbeilocken sollten. An diese Tradition erinnern heute noch die prachtvollen Drachenbootfeste.

Aber nicht nur wegen seiner Mythologie ist China ist ein beeindruckendes Land. Es imponiert schon beim Betrachten einer Landkarte durch seine enorme Größe. Die riesigen Dimensionen des flächenmäßig drittgrößten und bevölkerungsreichsten Staates der Erde erschließen sich aber erst, wenn man China „live“ erlebt, beispielsweise auf einer klassischen Rundreise für „Anfänger“.

Viele Wege führen nach China – Gruppenreise buchen oder alles allein organisieren?

Wer die Volksrepublik China besucht, sollte sich gut vorbereiten, um ein Gespür für die chinesische Kultur, Philosophie und Mentalität zu bekommen. Die 5000-jährige wechselhafte Geschichte des Landes und des chinesischen Volkes ist spannender als mancher Thriller. Statt eines schmalen Reiseführers empfehlen wir zur Einstimmung auf das Erlebnis China die Investition in einen umfangreicheren Kulturreiseführer, der mehr Hintergrundwissen bietet und nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abhandelt. Niemand wird nach der Lektüre eines Buches China wirklich verstehen, aber es stimmt auf die Tour ein und hilft, sich als Europäer in China nicht ungewollt völlig daneben zu benehmen.

Wer die erste Chinareise seines Lebens plant, muss schon sehr mutig – und am besten auch der Landessprache Mandarin mächtig sein –, wenn er sich für eine Individualreise entscheidet. Alle anderen sind mit einer Rundreise oder einer anderen Gruppenreise gut beraten, wie sie beispielsweise der Veranstalter www.chinatours.de anbietet. Solche Reisen mit kundiger Begleitung können teilweise auch individuell gestaltet werden, sind aber weniger „abenteuerlich“ als völlig selbst organisierte Trips. Wenn ihr schon mal in Ostasien ward, euch mit der Währung, den Benimmregeln und der Infrastruktur auskennt, könnt ihr es lockerer angehen und risikofreudig sein. Bedenkt aber, dass ihr, wenn Ihr die Sprache nicht beherrscht, quasi als Analphabet durchs Land reist. Nur in den Metropolen gibt es zweisprachige Straßenschilder und auch nur dort kann man sich mit Glück in englischer Sprache verständigen.

Was man in China gesehen haben muss

Die wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Peking (mit der Verbotenen Stadt), die alte Kaiserstadt Luoyang samt Shaolin-Kloster sowie Shanghai und Hongkong. Durch ganz China zieht sich der „Lange Fluss“ Chang Jiang, oft auch als Yangtze oder Jangtsekiang bezeichnet und dessen Staudamm eine der Attraktionen Chinas ist. Die Chinesische Mauer, Terrakotta-Krieger, duftende Gärten, Reisterrassen und Wasserdörfer – es ist fast unmöglich, bei einem Besuch im Land der Mitte alles miteinander zu verbinden. Einige große Rundreisen decken jedoch ein beachtliches Spektrum in etwa 3 Wochen ab.

Wir werden euch in loser Folge hier im Asiamarkt-Wing-Blog asiatische Reiseziele vorstellen, denn natürlich ist nicht nur China eine Reise wert. Passend zu den Spezialitäten in unserem Shop werden das nach den Tipps für China auch Empfehlungen für Indien, Indonesien, Japan, Korea, Thailand und Vietnam sein.

Advertisements

Einfach asiatisch kochen: Dampfgarer, Wok-Pfanne & Co

Haushaltswaren-AsiaIn deutschen Küchen zählen Mikrowelle und Backofen zu den beliebtesten und am meisten genutzten Küchengeräten. Beides kommt in asiatischen Haushalten seltener zum Einsatz – unverzichtbar aber sind Dämpfer, Dampfgarer, Woks und vor allem: der automatische Reiskocher.

Kaum ein asiatischer Haushalt kommt ohne praktischen Reiskocher aus, der meistens mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet ist. Seit seiner Einführung in den 1950er Jahren in Japan ist er in ganz in Süd-, Südost- und Ostasien das mit Abstand wichtigste Küchenutensil. Oft wird schon morgens der Reis für den ganzen Tag zubereitet. Elektrische Reiskocher garantieren, dass er perfekt gelingt und nichts überkocht oder anbrennt. Außerdem kann in ihnen der fertig gekochte Reis über mehrere Stunden warm gehalten werden. In unserem Shop findet ihr Modelle der Marke Tristar mit unterschiedlichem Fassungsvermögen zwischen 0,6 Liter und 2,5 Liter. Sie sind antihaftbeschichtet und lassen sich besonders leicht reinigen. Wer einmal Reis in einem solchen Kocher nach der Dampfgarmethode zubereitet hat, wird begeistert sein.

Aromatisches Garen mit Dampf

Es gibt aber auch andere Methoden des Dampfgarens, beispielsweise mit stapelbaren Dampfkörben aus Bambus. Diese werden einfach mit Gargut gefüllt und in einen Topf oder Wok mit ausreichend (aber nicht zu viel!) kochendem Wasser eingesetzt. So lassen sich gleichzeitig mehrere Zutaten in nur einem Dampfbad garen. Zu Beginn kann es etwas schwierig sein, die richtige Garzeit zu ermitteln und Anbrennen zu verhindern. Ein Tipp für Anfänger: Legt die Böden der Körbe mit Backpapier aus!

Pfanne und Wok in einem!

Wenn ihr die Vorzüge eines Woks und einer klassischen Stielpfanne miteinander kombinieren wollt, testet doch einmal unsere Wok-Pfanne. Sie hat im Gegensatz zum traditionellen Wok einen abgeflachten Boden und eignet sich daher besonders gut für normale Elektroherdplatten und Ceran-Kochfelder.

Begeisterten Asia-Köchen empfehlen wir unsere Wokstäbchen, Bambusspieße, Schöpflöffel sowie Mörser und Stößel zum Herstellen frischer Gewürz- und Kräutermischungen. So macht asiatisch kochen richtig Spaß!

Das fern(k)östliche süße Frühstück

BrotaufstrichDas ist Urlaub: Richtig ausschlafen und sich dann Zeit für ein ausgedehntes Frühstück nehmen! An normalen Arbeitstagen planen viele Menschen oft nur wenige Minuten für die wichtigste Mahlzeit des Tages ein. Viel Spielraum für neue Geschmackserlebnisse bleibt da nicht. Ganz anders im Urlaub und an langen Wochenenden: Da ist Zeit für das eine oder andere Experiment. Wie wäre es denn, in den Ferien einmal eine kulinarische Frühstücksreise nach Fernost zu unternehmen?

Zugegeben, die morgendlichen Essgewohnheiten sind sehr unterschiedlich. Scharfe heiße Nudelsuppen oder Salzgemüse – in China zum Frühstück äußerst beliebt – mögen die wenigsten Europäer direkt nach dem Aufstehen verputzen. Es gibt jedoch asiatische Länder, in denen es nicht nur deftig zugeht am Frühstückstisch.

Der Duft von Kaffee und grünem Tee

Aber fangen wir bei den Heißgetränken an. In Vietnam zum Beispiel wird neben dem traditionellen milden grünen Tee häufig der typische Tropenkaffee mit gesüßter Kondensmilch getrunken. Wir haben darüber schon einmal berichtet, ihr findet verschiedene Variationen des vietnamesischen Kaffees Trung Nguyen sowie den passenden Kaffeebereiter auch im Onlineshop.

Und was passt besser zu Kaffee, als ein frisches Baguette mit Marmelade? Auch das ist in Vietnam sehr beliebt und wird speziell für westliche Gäste statt der traditionellen Reisnudel-Suppe Pho serviert. Wir empfehlen als Aufstrich die exotischen Marmeladen von Phillippine Brand. Besonders köstlich ist die exotisch-fruchtige Ananasmarmelade: Vorsicht, großer Suchtfaktor! Ebenfalls sehr exotisch ist der Kokosnussaufstrich KAYA – supercremig und superlecker, aber auch ein echtes Kalorienbömbchen.

Alles, was ihr für ein asiatisches Frühstück braucht:

fruhstucksetHabt ihr Appetit auf ein asiatisches Frühstücksbuffet bekommen? Dann haben wir für euch ein tolles Frühstücks-Angebot zum „Reinschmecken“. Es enthält alles, um den Vietnam-Kaffee originalgetreu zuzubereiten, außerdem chinesischen Jasmin-Tee, Marmelade, Erdnussbutter und herzhafte Brotaufstriche. Alles dabei für ein perfektes Frühstück – nur das Baguette müsst ihr noch beim Bäcker einkaufen oder im Backofen aufbacken!

Exotische Verwandlungskünstler: Kochbananen

Grune_KochbananenKochbananen sind in vielen Ländern Afrikas und Asiens das, was für uns Kartoffeln sind. Bitte niemals einfach schälen und reinbeißen! In naturbelassenem Zustand schmecken sie nämlich absolut nicht. Ihr bekommt außerdem stumpfe Zähne und eine pelzige oder raue Zunge, wenn ihr Kochbananen roh esst. Das ist der adstringierenden Wirkung zu verdanken, die ihr vielleicht von Rhabarber, tanninreichen Rotweinen oder einigen Teesorten kennt. Dieser Effekt verliert sich beim Garen und die Bananen verwandeln sich in aromatische Alleskönner.

Nach dem Schälen könnt ihr die Kochbananen kochen, frittieren, braten oder für Aufläufe und Suppen verwenden. Der Geschmack von zubereiteten Kochbananen ähnelt dem von Kartoffeln mit einem leicht süßen Aroma, das je nach Reifegrad variiert. Die Reifung erfolgt von Grün- über Gelbtöne und dunkle Sprenkel bis zu einer satten lila und sogar schwarzen Färbung der Schale. Je dunkler die Schale ist, desto süßer sind die Kochbananen. Die Süße von Obstbananen erreichen die Kochbananen jedoch nicht. Deshalb sind Kochbananen ideal geeignet, um sie als Kartoffelersatz zu nehmen. Außerdem haben Kochbananen den Vorteil, dass sie kein Gluten enthalten. Wer also unter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leidet, hat mit Kochbananen eine prima Alternative zu Kartoffeln.

Rezeptideen für Kochbananen

Abgesehen vom Kartoffelersatz gibt es weitere tolle Sachen, die ihr mit Kochbananen machen könnt:

  • Geschälte Bananen in dünne Scheiben schneiden und in heißem Öl anbraten. Nach dem Abtropfen auf Küchenpapier nach Gusto mit Salz, Chili- oder Paprikapulver würzen: Chips à la Banana!
  • In eine eingefettete Auflaufform schichtet ihr Scheiben von Auberginen und Kochbananen, gebt Creme Fraiche oder Sahne dazu. Etwas Salz, Pfeffer und Anis unterstreichen die Aromen. 15 Minuten vor Ablauf der Backzeit Käse nach Wahl über den Auflauf streuen. Nach insgesamt 45 Minuten Garzeit bei 180° im vorgeheizten Backofen habt ihr eine leckere Hauptspeise oder Beilage.
  • Längs halbierte Bananen in heißem Öl anbraten oder Stücke frittieren und mit Honig oder Sirup bestreichen: eine Köstlichkeit für Naschkatzen!

Weihnachten in Asien

Foto: Keith Bacongco

Foto: Keith Bacongco

In großen Schritten nähern wir uns dem Weihnachtsfest und Neujahr. Weltweit wird der Beginn des neuen Jahres fröhlich gefeiert, so auch in Asien. Doch auch Weihnachten ist in aller Welt beliebt und bekannt. In vielen Ländern Asiens leben Christen, aber die Angehörigen anderer Religionen haben den Brauch teilweise ebenfalls übernommen.

So gilt in Indien und Pakistan – inspiriert von den Festlichkeiten Amerikas – Weihnachten als „der große Tag“ mit Santa Claus und vielen Geschenken, Weihnachtsferien, Weihnachtsliedern und Krippenspielen. Gemeinsam wirken Kinder – Christen und Hindus – in den Missionsschulen an den Festlichkeiten mit. In Bangladesch ist Weihnachten gar als gesetzlicher Feiertag verankert, an dem sich ähnlich wie bei uns Familien im großen Kreis zusammenfinden.

Auch die indonesische Bevölkerung kennt Weihnachten, obwohl es keinen offiziellen Feiertag, gibt. In China zeigen sich westliche Einflüsse zu Weihnachten insbesondere in den Großstädten. Auch ohne arbeitsfreien Feiertag und christliche Prägung erfreuen sich Dekorationen und Christbaumschmuck wachsender Beliebtheit.

In Südkorea hingegen ist Weihnachten ein echter Feiertag, an dem Christen wie Nicht-Christen freihaben, Weihnachtsmusik hören, Christbäume schmücken und miteinander ein Festessen einnehmen.
Die katholische Bevölkerung der Philippinen feiert so ausdauernd Weihnachten, dass ihre Festlichkeiten als die längsten der Welt gelten. Von der Christmette bis zum traditionellen Weihnachtsessen – allerdings nicht mit Pute oder Gans, sondern mit Schinken und Käse – wird Weihnachten auf den Philippinen ausgiebig zelebriert.

Japaner kennen Weihnachten, viel bedeutender ist in Japan aber der Neujahrstag. Während zu Weihnachten eher Spaß und Party angesagt ist, finden Familien sich zu Neujahr zusammen, einem gesetzlichen Feiertag.

Dass die Welt zusammenwächst, zeigt sich an Weihnachten ganz besonders deutlich. Jenseits von Marketingstrategien, Kommerz und Geschenken wünschen wir allen Menschen dieser Welt persönliche Zufriedenheit und ein friedliches Miteinander. Gutes Essen verbindet. Wie wäre es also zu Weihnachten einmal mit einem fern(k)östlichen Festtagsmenü? Oder zu Neujahr statt Fondue und Raclette eine indische Reistafel – lasst euch beim nächsten Mal von ein paar Menüvorschlägen der asiatischen Art überraschen!

Sumatra – die „Insel des Goldes“

Heute stellen wir euch eine Insel vor, deren tropische Regenwälder mit einer unglaublichen Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren weltberühmt sind. Zusammen mit den benachbarten Inseln zwischen Indischem und Pazifischem Ozean gehört Sumatra zur Gruppe der großen Sundainseln. Mit 1700 km Länge und 370 km Breite zählt die Insel, die einst den Namen „Swarna Dwipa“ trug, zu den größten der Welt. Das Land ist fruchtbar und die größten Städte Palembang, Medan und Padang sind in eine abwechslungsreiche Topografie mit Seen, Bergerhebungen und Sümpfen eingebettet.

Die ehemalige Bezeichnung als „Insel des Goldes“ gründet sich auf die Goldvorkommen, mit denen schon früh reger Handel betrieben wurde. Die günstige Lage an der Seeroute zwischen China und Indien prädestinierte die Inselgruppe für Handelskontakte, die später auch nach Europa ausgeweitet wurden. Am Ende des 16. Jahrhunderts besetzten die Niederländer als Kolonialmacht die Insel. Heute gehört Sumatra zur Republik Indonesien.

Abseits der großen Ballungszentren Sumatras wird auf dem Land und in Bergregionen noch traditionell indonesisch gekocht, auf Grundlage von Reis und Fisch. Im Westen der Insel lebt die ethnische Gruppe der Minangkabau als orthodoxe Muslime. Hier findet sich eine eigenständige Kochtradition, die Padang-Küche. Das bekannteste Gericht ist Makanan padangm, das in vielen verschiedenen Variationen zubereitet wird. Rendang ist eine dieser Varianten, ein extrem scharfes Gericht mit geschmortem Rindfleisch. Das Rezept dazu gibt’s beim nächsten Mal.

Köstliche exotische Fruchtsäfte stehen auf Sumatra täglich auf der Getränkekarte. Typische alkoholische Getränke sind Tuak, ein leicht vergorenes Gebräu aus der Zuckerpalme mit weniger als 4 Prozent Alkohol. Wesentlich mehr Promille hat destillierter Tuak, der als Arak bezeichnet wird und stärker als hochprozentiger Korn ist. Auf Sumatra wird gerne Kaffee oder Trinkschokolade mit einem Schuss Arak veredelt.

Nächste Woche verraten wir euch ein Original-Rendang-Rezept.

Alles, was ihr für die Zubereitung braucht – abgesehen vom Fleisch – könnt ihr wie immer bei uns im Shop einkaufen, vor allem die typischen indonesischen Gewürzmischungen für eine mehr oder weniger dezente Schärfe.

Immer im Gleichgewicht – Ernährung nach den 5 Elementen (Teil 2)

Wie versprochen geht es nun weiter mit der chinesischen Ernährungslehre nach den fünf Elementen. Die Grundregeln haben wir euch schon im 1. Teil erklärt, aber wer nicht mit dem Prinzip Yin & Yang vertraut ist, weiß vielleicht nicht, welchem Typ er überhaupt entspricht. Erst auf Basis der richtigen Zuordnung lassen sich aber die Lebensmittel herausfiltern, die ein eventuelles Ungleichgewicht ausgleichen können.

Yin- oder Yang-Typ?

Schließe die Augen und stelle dir einen Berg vor. Die eine Seite des Berghangs wird von der Sonne erhellt und erwärmt, die Erde ist durch die Hitzeeinwirkung trocken. Die andere Seite des Berghangs liegt aber im ewigen Schatten, hierher dringt kein Sonnenstrahl. Hier herrscht Dunkelheit, es ist kühl und der Boden ist feucht. Die Sonnenseite entspricht dem Yang, die Schattenseite symbolisiert das Yin. Mit welcher Seite des Berges identifizierst du sich, wie siehst du dich?

Menschen, die sehr leicht frösteln, die Wärme und Sonne aber lieben und ihren Urlaub bevorzugt im heißen und trockenen Klima verbringen, sind energetisch auf der Schattenseite des Berges, also im Yin. Sie brauchen den Ausgleich durch dem Yang entsprechende Lebensmittel, die trocknen und von innen wohlig wärmen.

Wer unter Hitze eher leidet, sich im Sommer nach einem schattigen und kühlen Rückzugsort sehnt und auch im Urlaub eher gemäßigtere Temperaturen vorzieht, befindet sich energetisch gesehen im Yang. Er profitiert von einem Ausgleich durch kühlende und feuchte Speisen, die dem Yin zugeordnet werden. Es geht also um den Ausgleich, aus einfachen Lebensmitteln werden Mittel zum ausgewogenen Leben, einem Leben in Harmonie und Balance.

Wie ihr die Lebensmittel aus unsrem Asiamarkt-Wing für die 5-Elemente-Ernährung richtig einsetzt und kombiniert, erfahrt ihr bald im dritten und letzten Teil.

Auf dem Dach der Welt – zu Gast in Tibet

Wir sind am Ende unserer langen kulinarischen Reise durch ganz Asien angelangt. Zum Abschluss möchten wir euch auf das „Dach der Welt“ entführen, wie die abgelegene Bergregion im Hochland Zentralasiens auch genannt wird. Die Bewohner des ehemaligen Königreich Tibets sind in der Regel gläubige Buddhisten, deren Lebensweise und Ernährung sich an die schwierigen klimatischen Bedingungen der kargen Landschaft angepasst haben.

Tibeter kochen auf Basis von Milch- und Fleischprodukten – das verbindet sie mit den Bewohnern der Mongolei. Bei allen anderen Völker Asiens finden sich kaum Milchprodukte und es steht auch deutlich weniger Fleisch auf dem Speiseplan. Die Viehwirtschaft spielt eine wichtige Rolle für die Bevölkerung Zentralasiens, weil pflanzliche Nahrung der Natur förmlich abgetrotzt werden muss. Ausgewählte Getreide- und Gemüsesorten wie Qingke (Gerste), Frühjahrsweizen, Bohnen, Erbsen und Zuckerrüben kommen mit den Bodenverhältnissen gut zurecht und werden daher flächendeckend angebaut. Walnüsse, Äpfel und Tee gedeihen so gut, dass sie als wichtige Handelserzeugnisse für den Export angebaut werden.
Grundnahrungsmittel (vor allem auch für Nomaden und Sherpas) ist „Tsampa“, ein geröstetes Getreidemehl, das einfach mit Wasser oder Tee und einer Portion Yakbutter verknetet wird und sich so hervorragend als Proviant für unterwegs eignet. Ähnlich beliebt sind Momos oder Shemos, ravioliähnliche frisch zubereitete und gefüllte Teigtaschen, die in Wasserdampf gegart werden.

Das Nationalgetränk Tibets ist gesalzener Buttertee oder „Po Cha“, der in vielen Varianten genossen wird. Wir stellen euch im kommenden Rezeptteil aber einen anderen köstlichen Tee vor, der sich auch in Europa wachsender Beliebtheit erfreut: Masala Chai, ein Gewürztee in der für Tibet typischen Mischung.

Nikujaga – Eintopf auf Japanisch

Mit den richtigen Zutaten gelingt dieser deftige japanische Eintopf spielend leicht. Überrascht doch einmal eure Gäste auf der nächsten Party mit einem großen Topf Nikujaga! Hier das Rezept für eine größere Menge – acht Personen werden damit locker satt:

Zutaten:

800 g in grobe Würfel geschnittenes Rindfleisch oder Rindergulasch
6 mittelgroße Kartoffeln, in Würfel geschnitten
2 große Zwiebeln, ebenfalls grob gewürfelt
6 Möhren, grob in Würfel geschnitten
1 Packung Shirataki-Nudeln (oder alternativ Reisbandnudeln)
4 Tassen Dashi-Suppe (japanischer Fischsud)
4EL Mirin (japanischer süßer Reiswein mit niedrigem Alkoholgehalt)
4 EL Zucker
8 EL japanische Sojasoße
2 EL Pflanzenöl

Zubereitung:

Während in einem großen Topf Wasser (etwa 2 l) zum Kochen gebracht wird das Fleisch in Stücke schneiden (fertige Gulaschstücke evtl. etwas kleiner würfeln), dann Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln würfeln. Sobald das Wasser kocht, Topf vom Herd nehmen und die Fleischwürfel einige Minuten im heißen Wasser gut ziehen lassen. Das Fleisch sollte sich komplett grau verfärben, auch innen. Anschließend mit einem Sieb aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und auf einem Teller bereitstellen.

In einem zweiten großen Topf Pflanzenöl erhitzen, Fleisch mit Zwiebeln darin anbraten. Nun Kartoffeln, Möhren und Nudeln hinzugeben, mit Dashi-Suppe übergießen und zum Kochen bringen. Nach dem Aufkochen auf kleiner Flamme weiter garen lassen und Zucker, Sojasoße und Mirin hinzugeben. Den Topf mit einem Deckel verschließen und den Eintopf köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Von Zeit zu Zeit Deckel öffnen und den Schaum abschöpfen, der sich an der Oberfläche bildet.

Entdecke die Vielfalt der Asia-Küche!

Viele Deutsche kennen die Küche Asiens vor allem aus dem China-Imbiss um die Ecke. Manche dieser Lokale bieten tatsächlich leckere und landestypische Speisen an, sehr oft aber haben die dort servierten Gerichte nicht mehr viel mit den Ursprungsrezepten gemeinsam. Der Reichtum und die Vielfalt asiatischer Kochkunst reichen zudem weit über China hinaus. Es ist ebenso unmöglich, ganz Asien rezeptmäßig in einen Topf zu werfen, wie anzunehmen, es gäbe die eine typisch europäische Küche.
Deutschland, Italien, Schweden, Spanien – alles ist Europa und jedes Land hat seine eigenen landestypischen, aber auch regionalen Rezepte. In noch viel stärkerem Maße gilt das für Südostasien, Ostasien und Zentralasien. Nicht nur die Speisen, auch die Essgewohnheiten und Tischsitten sind je nach Land völlig unterschiedlich. Die meisten Menschen wissen, dass Chinesen mit Stäbchen statt Gabel essen. Aber auch „Fingerfood“ ist in asiatischen Ländern weit verbreitet, kleine fingerfertige Häppchen. Wir vom Asiamarkt Wing möchten Euch nach und nach die Länderküchen Asiens vorstellen. Freut Euch jetzt schon auf kulinarische Ausflüge nach China, Indonesien, Japan, Korea, Philippinen, Thailand, Taiwan und Vietnam. Außerdem stellen wir Euch die Besonderheiten der Küche Zentralasiens vor, denn Mongolen oder Tibeter kochen ganz anders! Bei so viel Theorie zu den einzelnen Länderküchen darf natürlich die Praxis nicht fehlen. Ihr findet darum regelmäßig köstliche Rezeptvorschläge. Alle Zutaten, auch seltene und exotische Gewürze, erhaltet Ihr bei uns im Markt.