Philippinisches Chicken Adobo – einfach und lecker!

Nachdem wir euch beim letzten Mal schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Eigenarten der philippinischen Küche gegeben haben, gibt es heute eine Rezeptidee zum Nachkochen für euch, die reichlich Variationsmöglichkeiten bietet.

Die philippinische Küche ist nicht so traditionell gewachsen wie beispielsweise die in Thailand oder China. Vielmehr haben Eroberer und Kolonialstaaten ihre Spuren in der philippinischen Küche hinterlassen. So gibt es Einflüsse aus Indonesien und China, aus Amerika und Spanien. Während man die amerikanische Burger-Kultur inklusive Neon-Leuchtreklamen auf den Philippinen nicht übersehen kann, gibt es in den eher unscheinbaren Restaurants ein Gericht, das als eines der Nationalgerichte der Philippinen durchgehen kann: Chicken Adobo. Den Begriff „Adobo“ kennt ihr vielleicht aus der spanischen Küche. Das philippinische Adobo ist ein ebenso schnell zubereitetes wie leckeres Gericht, das ihr einfach nachkochen könnt.

Die Zutaten

  • 2 Hähnchenschenkel pro Person, gewaschen und trocken getupft
  • 2 Tassen Essig
  • 2 Tassen Wasser
  • 1 Tasse Sojasauce
  • 1 mittelgroße Zwiebel, gewürfelt
  • 6 bis 10 Knoblauchzehen in dünnen Scheiben
  • 5 Lorbeerblätter
  • 1 Teelöffel Pfefferkörner
  • Salz und Pfeffer
  • Mehl oder Speisestärke zum Binden der Soße

Die Zubereitung könnt ihr auf zwei verschiedene Weisen vornehmen. Ihr könnt bis auf Wasser, Salz, Pfeffer und Mehl und Stärke alle Zutaten in eine Schale oder Gefrierbeutel geben, gut mischen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Am nächsten Tag gebt ihr alles in einen Topf und fügt das Wasser hinzu. Ihr lasst das Ganze 45 Minuten köcheln und wendet die Hähnchenschenkel nach etwa der Hälfte der Kochzeit. Salz und Pfeffer nach Belieben und Mehl oder Stärke für die gewünschte Konsistenz der Soße hinzugeben und mit gekochtem Reis servieren.

Das Marinieren über Nacht muss nicht sein. Wenn ihr dazu weder Lust noch Zeit habt, geht ihr so vor: Zwiebel und Knoblauch lasst ihr in einem Topf glasig werden. Ihr gebt das Huhn und Sojasoße , Essig und alle anderen Zutaten bis auf die Stärke dazu und lasst alles ebenso kochen wie oben beschrieben.

Wer möchte, nimmt die Hähnchenschenkel kurz vor Ende der Kochzeit aus dem Topf und löst das Fleisch von den Knochen. Die mundgerechten Stücke kommen dann wieder in die Soße.

Das philippinische Adobo schmeckt auch mit anderen Geflügelsorten, Schweinefleisch und Tofu. Gemüsefans ergänzen die Zutaten um Kartoffel- und Karottenwürfel, die einfach mitgekocht werden.

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Die philippinische Küche entdecken

PhilippinenWir gehen thailändisch essen, vietnamesisch und chinesisch. Japanisches Sushi kennen wir fast so gut wie Ungarisches Gulasch. Wenn ihr einmal darauf achtet: Es gibt praktisch keine philippinischen Restaurants in Deutschland. Dabei ist die philippinische Küche besser als ihr Ruf. Hier erfahrt ihr Wissenswertes über die südostasiatischen Spezialitäten des Inselstaates.

Was in Spanien die Tapas sind, sind auf den Philippinen die Bulutan. Kleine Snacks, oft auf Spießen gegrillt, aus Fleisch oder Meeresfrüchten werden mit einer süßen, scharfen und sauren Soße verspeist. Siopao sind mit Gemüse, Fisch oder Fleisch gefüllte Teigtaschen ähnlich wie unsere Brötchen. Siopao werden gegrillt oder gedämpft. Wenn Balaw-Balaw (sprich Balau-Balau mit Betonung auf dem „au“) serviert wird, handelt es sich um eine köstliche Paste aus fermentierten Garnelen.

Wenn ihr in eurer Nähe ein philippinisches Restaurant findet oder einmal Urlaub auf einer der 7107 Inseln macht, probiert unbedingt den Kinilaw na Tanguige, einen köstlichen Salat aus rohem Fisch (Tanguige, hierzulande wird oft Wolfsbarsch verwendet) mit frischen Chilis, Zwiebeln, Tomaten und einem Dressing aus Kalamansi. Kalamansi sehen aus wie kleine Limonen und schmecken wie eine Mischung aus Zitrone und Mandarine. Fleisch und Fisch werden traditionell in einer Soße aus Kokosmilch und Ingwer gekocht. Frischer Fisch landet oft einfach auf dem Grill und wird mit verschiedenen Soßen serviert. Reis darf bei keiner Mahlzeit fehlen.

Die Philippinen sind ein einziges Paradies für Süßmäuler. Die philippinische Mango gilt als die beste der Welt. Sie ist supersaftig und aromatisch und hat so gut wie keine Fasern. Die heimischen Ananasfrüchte und  Bananen werden in alle Welt exportiert und gelten als Delikatessen. Als Dessert bekommen sie eine Karamellschicht und werden frittiert. Philippinische Desserts, Kuchen und Eis zeigen sich sehr süß und farbenfroh; mit Lebensmittelfarben wird nicht gegeizt. Ein Beispiel ist das Halo-Halo aus Eiscreme, fruchtigem bunten Gelee in Würfelform, kandierten Nüssen, Crushed Ice und – meist gezuckerter – Dosenmilch.

Wer sich einlässt auf die philippinische Küche, wird positiv überrascht werden. Viel Spaß beim kulinarischen Inselhüpfen!

Gerstensaft aus dem Fernen Osten: Asiatisches Bier

chang-beerIn Deutschland wird gern und viel Bier getrunken, das ist bekannt. Vergleicht man aber die einzelnen Kontinente, ist Asien mit fast 70 Milliarden Litern der Spitzenreiter im Bierkonsum. Deutsche Brauereien wie Warsteiner erwägen nun, im asiatischen Biermarkt mitzumischen und auch in Fernost für asiatische Bierliebhaber zu produzieren. Denn der Ruf des deutschen Gerstensaftes ist in Asien bestens, ähnlich wie der von Autos „made in Germany“. Allerdings sind den meisten Asiaten einige typische Biersorten zu bitter, mildes Weißbier hingegen kommt extrem gut an und trifft voll den Geschmack.

Etliche internationale Konzerne sind bereits vor Ort, machen den einheimischen Brauereien Konkurrenz oder sichern sich Anteile. Heineken kaufte sich nach längerem Hin und Her in die asiatische Großbrauerei Asia Pacific Brewery (APB) ein – in der Gewissheit, dass der Deal über rund 3,6 Milliarden Euro sich lohnen wird. Der Bierdurst in Asien wächst, während er in den USA und in Europa zu stagnieren droht. Laut Heineken ist die Produktion gut angelaufen und die Qualität des in Fernost gebrauten Bieres stimmt.

Aus der Asia Pacific Brewery stammt das beliebte Tiger-Bier. Gebraut wird das mehrfach ausgezeichnete helle Lager aus Singapur bereits seit 1932. Eine speziell für den chinesischen Markt entwickelte, leicht alkoholrededuzierte Variante ist seit 2004 unter dem Namen „Tiger Crystal Lite“ im Programm.

In vielen Länder Asiens bestehen aber weiterhin kleine unabhängige Betriebe, die ihre eigenen Biersorten in speziellen Geschmacksrichtungen brauen.

In unserem Shop führen wir zwei thailändische Biersorten, die beide auch in Europa sehr beliebt sind: Chang-Bier, wahlweise in der Flasche oder in der Dose und das helle Singha Bier. Darüber hinaus bieten wir philippinisches San Miguel Bier, das traditionelle Tsingtao Bier aus China, das ausdrücklich dem deutschen Reinheitsgebot entspricht und würziges alkoholfreies Ingwer Bier.

Testet doch einmal, wie euch ein „kühles Blondes“ aus dem Fernen Osten schmeckt!

Weihnachten in Asien

Foto: Keith Bacongco

Foto: Keith Bacongco

In großen Schritten nähern wir uns dem Weihnachtsfest und Neujahr. Weltweit wird der Beginn des neuen Jahres fröhlich gefeiert, so auch in Asien. Doch auch Weihnachten ist in aller Welt beliebt und bekannt. In vielen Ländern Asiens leben Christen, aber die Angehörigen anderer Religionen haben den Brauch teilweise ebenfalls übernommen.

So gilt in Indien und Pakistan – inspiriert von den Festlichkeiten Amerikas – Weihnachten als „der große Tag“ mit Santa Claus und vielen Geschenken, Weihnachtsferien, Weihnachtsliedern und Krippenspielen. Gemeinsam wirken Kinder – Christen und Hindus – in den Missionsschulen an den Festlichkeiten mit. In Bangladesch ist Weihnachten gar als gesetzlicher Feiertag verankert, an dem sich ähnlich wie bei uns Familien im großen Kreis zusammenfinden.

Auch die indonesische Bevölkerung kennt Weihnachten, obwohl es keinen offiziellen Feiertag, gibt. In China zeigen sich westliche Einflüsse zu Weihnachten insbesondere in den Großstädten. Auch ohne arbeitsfreien Feiertag und christliche Prägung erfreuen sich Dekorationen und Christbaumschmuck wachsender Beliebtheit.

In Südkorea hingegen ist Weihnachten ein echter Feiertag, an dem Christen wie Nicht-Christen freihaben, Weihnachtsmusik hören, Christbäume schmücken und miteinander ein Festessen einnehmen.
Die katholische Bevölkerung der Philippinen feiert so ausdauernd Weihnachten, dass ihre Festlichkeiten als die längsten der Welt gelten. Von der Christmette bis zum traditionellen Weihnachtsessen – allerdings nicht mit Pute oder Gans, sondern mit Schinken und Käse – wird Weihnachten auf den Philippinen ausgiebig zelebriert.

Japaner kennen Weihnachten, viel bedeutender ist in Japan aber der Neujahrstag. Während zu Weihnachten eher Spaß und Party angesagt ist, finden Familien sich zu Neujahr zusammen, einem gesetzlichen Feiertag.

Dass die Welt zusammenwächst, zeigt sich an Weihnachten ganz besonders deutlich. Jenseits von Marketingstrategien, Kommerz und Geschenken wünschen wir allen Menschen dieser Welt persönliche Zufriedenheit und ein friedliches Miteinander. Gutes Essen verbindet. Wie wäre es also zu Weihnachten einmal mit einem fern(k)östlichen Festtagsmenü? Oder zu Neujahr statt Fondue und Raclette eine indische Reistafel – lasst euch beim nächsten Mal von ein paar Menüvorschlägen der asiatischen Art überraschen!

Philippinische Küche – Asien trifft Spanien und Mexiko

Und weiter geht’s bei der Rundreise durch die asiatischen Länderküchen mit einem Ausflug auf die Philippinen, dem weltweit fünftgrößten Inselstaat. Verschiedene ethnische Gruppen bevölkern die Inselgruppe, neben den traditionellen Stämmen und Filipinos leben viele Einwanderer aus Taiwan und Südchina dort. Die Kolonialzeit hat in fast allen Bereichen Spuren hinterlassen und auch die regionale Küche stark beeinflusst. Erst 1946 erhielten die Philippinen ihre Unabhängigkeit, nachdem rund 300 Jahre lang Spanien die Philippinen als Kolonie beansprucht hatten, gefolgt von den Amerikanern zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die philippinische Küche ist aus diesem Grund enorm vielseitig. Es finden sich sowohl spanisch-mexikanisch inspirierte Speisen als auch amerikanisch anmutende Gerichte, alles vermischt mit Einflüssen aus Japan, Indien und China. Aus dieser verschiedenartigen Mischung haben sich teilweise völlig eigenständige Gerichte entwickelt.

Köstlich gegrillte Fische und Meeresfrüchte spielen eine wichtige Rolle, meistens in Kombination mit Reis. Fisch wird darüber hinaus häufig zu Suppe verarbeitet oder mit Pfeffer und Essig gekocht. Fleisch steht ebenfalls regelmäßig auf dem Speiseplan; so besteht beispielsweise das philippinische Nationalgericht Adobo aus verschiedenen marinierten und mit Essig und Sojasoße verfeinerten Fleischsorten, zu denen gedünsteter Fisch und Gemüse serviert werden. Auch Erdnussbutter ist beliebt, beispielsweise zur Zubereitung des sehr schmackhafte Rindfleischeintopfs „Kare Kare“. Für viele Gerichte wird milde Kokosmilch verwendet. Eines der fantastischen Rezepte mit Kokosmilch haben wir für euch ausgesucht. Beim nächsten Mal erfahrt ihr, mit welchen Zutaten ein Philippinisches Hühnchen-Curry gelingt!

Philippinisches Hühnchen-Curry

Viele philippinische Gerichte sind verglichen mit anderen asiatischen Rezepten relativ mild, so auch dieses Curry. Es kommt natürlich auch auf die Art und Menge der verwendeten Currypaste an – da gibt es alles von superscharf bis gemäßigt. Grün bedeutet extrem scharf, rot scharf, gelb mittelscharf. Panaeng Currypaste ist sehr mild. Achtet beim Kauf also darauf, damit ihr nicht doch Feuer spuckt. Kokosmilch hat aber zum Glück die Eigenschaft, zu viel Schärfe bis zu einem gewissen Grad zu neutralisieren.

Für vier Personen braucht ihr:

8 Hähnchenschenkel
1 große Zwiebel
4 mittelgroße Kartoffeln
4 Karotten
2  Knoblauchzehen
Currypaste nach Belieben (mindestens ein Glas oder eine Packung)
2 Dosen Kokosmilch
3 EL Öl
Paprika, Salz und weißer Pfeffer zum Würzen des Fleisches
2 philippinische reife Mangofrüchte (oder 4 Bananen und Honig)
4 Portionen gekochten Reis

Zubereitung

Zunächst die Zwiebel und die Knoblauchzehen gleichmäßig zerhacken und im Öl sanft anbraten – nicht zu heiß, sonst wird der Knoblauch schnell bitter. Nun die Hähnchenschenkel zugeben, nach Belieben würzen und anbraten. Währenddessen die Kartoffeln und Karotten schälen und in kleine Würfel schneiden, anschließend zugeben und kurz mitbraten. Nach dem Anbraten die Kokosmilch zugießen und großzügig Currypaste untermischen. Auf kleiner Flamme das Ganze rund 45 Minuten köcheln lassen und mit weißem Asienreis servieren. Dazu entweder in Honig gebratene Bananen reichen oder mit frischen Mangoscheiben anrichten. Die Variante mit Mango empfiehlt sich für den Sommer, da noch erfrischend-fruchtiger! Guten Appetit und viel Spaß beim Nachkochen!