Nikujaga – Eintopf auf Japanisch

Mit den richtigen Zutaten gelingt dieser deftige japanische Eintopf spielend leicht. Überrascht doch einmal eure Gäste auf der nächsten Party mit einem großen Topf Nikujaga! Hier das Rezept für eine größere Menge – acht Personen werden damit locker satt:

Zutaten:

800 g in grobe Würfel geschnittenes Rindfleisch oder Rindergulasch
6 mittelgroße Kartoffeln, in Würfel geschnitten
2 große Zwiebeln, ebenfalls grob gewürfelt
6 Möhren, grob in Würfel geschnitten
1 Packung Shirataki-Nudeln (oder alternativ Reisbandnudeln)
4 Tassen Dashi-Suppe (japanischer Fischsud)
4EL Mirin (japanischer süßer Reiswein mit niedrigem Alkoholgehalt)
4 EL Zucker
8 EL japanische Sojasoße
2 EL Pflanzenöl

Zubereitung:

Während in einem großen Topf Wasser (etwa 2 l) zum Kochen gebracht wird das Fleisch in Stücke schneiden (fertige Gulaschstücke evtl. etwas kleiner würfeln), dann Zwiebeln, Möhren und Kartoffeln würfeln. Sobald das Wasser kocht, Topf vom Herd nehmen und die Fleischwürfel einige Minuten im heißen Wasser gut ziehen lassen. Das Fleisch sollte sich komplett grau verfärben, auch innen. Anschließend mit einem Sieb aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und auf einem Teller bereitstellen.

In einem zweiten großen Topf Pflanzenöl erhitzen, Fleisch mit Zwiebeln darin anbraten. Nun Kartoffeln, Möhren und Nudeln hinzugeben, mit Dashi-Suppe übergießen und zum Kochen bringen. Nach dem Aufkochen auf kleiner Flamme weiter garen lassen und Zucker, Sojasoße und Mirin hinzugeben. Den Topf mit einem Deckel verschließen und den Eintopf köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Von Zeit zu Zeit Deckel öffnen und den Schaum abschöpfen, der sich an der Oberfläche bildet.

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Japaner essen nicht nur Sushi

Denken Europäer an japanisches Essen, denken sie an Sushi. Dabei stammt Sushi ursprünglich noch nicht einmal aus Japan, sondern hat seinen Ursprung in China, genauer gesagt am südostasiatischen Fluss Mekong. Dort wurde ein Verfahren entwickelt, Fisch mithilfe von gekochtem Reis haltbar zu machen. Erst im 18. Jahrhundert entstand in der japanischen Stadt Edo, dem heutigen Tokio, das Sushi, wie wir es heute in Europa kennen. Mundgerechte Häppchen aus frischem Meeresfisch, Meeresfrüchten, Tofu, Ei und Gemüse mit kaltem, gesäuertem Reis eroberten ab Mitte des 20. Jahrhunderts kulinarisch die Welt. Auch in Deutschland gab es einen regelrechten Sushi-Boom, der bis heute ungebrochen anhält. In Japan ist Sushi natürlich auch beliebt, wird aber fast ausschließlich außer Haus im Restaurant oder an der Sushi-Theke gegessen. Wenn Japaner selbst kochen, dann eher andere Speisen. Hauptnahrungsmittel ist Reis in allen Variationen. Aber es gibt auch japanische Nudeln, wie die dicken, weißen Udon-Nudeln oder Fadennudeln (Sōmen). Dazu wird Gemüse, Fisch und mittlerweile auch Fleisch gereicht. Bis zum 19. Jahrhundert war Fleischverzehr noch weitestgehend verpönt. Eines der modernen deftigen Gerichte, echte japanische „Hausmannskost“ sozusagen, ist ein Fleisch-Kartoffel-Eintopf. Das supereinfach nachzukochende Rezept für Nikujaga (肉じゃが) folgt!