Japaner essen nicht nur Sushi

Denken Europäer an japanisches Essen, denken sie an Sushi. Dabei stammt Sushi ursprünglich noch nicht einmal aus Japan, sondern hat seinen Ursprung in China, genauer gesagt am südostasiatischen Fluss Mekong. Dort wurde ein Verfahren entwickelt, Fisch mithilfe von gekochtem Reis haltbar zu machen. Erst im 18. Jahrhundert entstand in der japanischen Stadt Edo, dem heutigen Tokio, das Sushi, wie wir es heute in Europa kennen. Mundgerechte Häppchen aus frischem Meeresfisch, Meeresfrüchten, Tofu, Ei und Gemüse mit kaltem, gesäuertem Reis eroberten ab Mitte des 20. Jahrhunderts kulinarisch die Welt. Auch in Deutschland gab es einen regelrechten Sushi-Boom, der bis heute ungebrochen anhält. In Japan ist Sushi natürlich auch beliebt, wird aber fast ausschließlich außer Haus im Restaurant oder an der Sushi-Theke gegessen. Wenn Japaner selbst kochen, dann eher andere Speisen. Hauptnahrungsmittel ist Reis in allen Variationen. Aber es gibt auch japanische Nudeln, wie die dicken, weißen Udon-Nudeln oder Fadennudeln (Sōmen). Dazu wird Gemüse, Fisch und mittlerweile auch Fleisch gereicht. Bis zum 19. Jahrhundert war Fleischverzehr noch weitestgehend verpönt. Eines der modernen deftigen Gerichte, echte japanische „Hausmannskost“ sozusagen, ist ein Fleisch-Kartoffel-Eintopf. Das supereinfach nachzukochende Rezept für Nikujaga (肉じゃが) folgt!

Advertisements