Asiatische Knabberei: Nüsse, Kerne & Körner

CashewkerneNicht nur Eichhörnchen sammeln im Herbst Nüsse – auch wir Menschen greifen im letzten Drittel des Jahres bei Nüssen besonders gerne zu. Als gesunde Knabberei für zwischendurch überzeugen Nüsse und Kerne oder Körner ebenso wie als geröstete Zutat für asiatische Wok-Gerichte und Salate. Wir haben für euch in unser Warenregal geschaut und stellen euch heute eine Nuss vor, die gar keine Nuss ist, sondern ein Kern: Cashewnüsse – oder richtiger Cashewkerne – sind nämlich die Kerne der Kaschufrucht, die am Kaschubaum reifen.

Herkunft der Cashews

Cashews sind nierenförmig gebogen. Vermutlich nannten daher die indianischen Ureinwohner Brasiliens den dazugehörigen Baum Acaju, was übersetzt Nierenbaum bedeutet. Die Früchte dieses Baums heißen Kaschuapfel oder auch Elefantenlaus. Ursprünglich wuchsen die immergrünen Laubbäume in Südamerika (Brasilien). Im 16. Jahrhundert sorgten die Portugiesen dafür, dass sie in anderen Kontinenten heimisch wurden, so auch in Asien und Afrika. Seit dem 19. Jahrhundert gibt es in Brasilien und Ostafrika Plantagen, wo Kaschubäume angepflanzt werden, um Cashews für den Export zu ernten. Heute werden Cashews auch in Indien und Westafrika angebaut. Die Weiterverarbeitung der Kerne unterschiedlichster Herkunft erfolgt oft in Indien, Indonesien und Vietnam. Die Früchte selbst werden nicht exportiert, da sie extrem empfindlich sind und schnell verderben. Aus ihnen wird im Erzeugerland aber Saft oder Marmelade hergestellt.

Warum Cashewkerne nicht „roh“ verzehrt werden dürfen

Cashews mit Schale sind ungenießbar, denn die Schale enthält ein stark ätzendes Öl. Daher wird sie durch Erhitzen mit Dampf und/oder Rösten entfernt. Würde man sie manuell ohne Hitze lösen, blieben noch Reste des Öls auf dem Kern – genug, um die Schleimhäute zu schädigen. Daher sind unbehandelte Cashewkerne gesundheitsschädlich. Auch Cashews, die als naturbelassen angeboten werden, sind vorher gedämpft und danach getrocknet worden. Sie enthalten aber keine Zusätze wie Salz oder Aromastoffe.

Cashews in der asiatischen Küche

Cashewkerne schmecken mild-nussig und sind nicht ganz so hart wie echte Nüsse. Sie zergehen nach dem ersten Biss fast auf der Zunge. Gehackt, halbiert oder in ganzen Stücken passen sie zu Gemüsegerichten ebenso wie zu Fisch und Fleisch. Zum Backen eignen sich fein gehackte Cashews ebenfalls. Experimentieren mit Cashews macht Spaß: Sie sind so vielseitig, dass ihr einfach ausprobieren könnt, welchem asiatischen Gericht sie das besondere Etwas geben. Das Rezept für eine asiatische Nudelpfanne mit gebratenen Nudeln und Cashews reichen wir bald nach! Einkaufen könnt ihr Cashews bei uns im Nüsse-und-Kerne-Shop. Da gibt es auch leckere Sonnenblumenkerne; Kürbiskerne, Wassermelonenkerne und die besonders aromatischen Pinienkerne von Heuschen & Schrouff.

Kashmir – Wolle, Safran & köstliche Masalas

Eine beeindruckende Landschaft: Der ehemalige Fürstenstaat Kashmir (deutsch: Kaschmir) teilt sich heute in drei Regionen auf, die teils zu Indien, teils zu Pakistan und zu einem kleinen Anteil auch zu China gehören. Bekannt ist der Hochgebirgsraum des Vorderen Himalaya insbesondere als Namensgeber der kostbaren Kaschmirwolle. Die Wolle der ursprünglich aus dem Himalaya stammenden Kaschmirziege zählt zu den feinsten und weichsten Tierhaaren. Heute wird die robuste Ziegenrasse auch in vielen anderen Ländern gezüchtet. Nicht ganz so bekannt ist die Tatsache, dass Kashmir traditionelles Hauptanbaugebiet für Safran ist.

Im Laufe seiner bewegten Geschichte war Kashmir Kreuzungspunkt unterschiedlicher Herrschaftsbereiche und Religionen. Neben den kaschmirisch-hinduistischen und buddhistischen Einflüssen gewann im 13. Jahrhundert zunehmend der Islam an Bedeutung. Leider ist die Region auch aktuell politisch zerrissen: Der Kaschmirkonflikt schwelt seit der Vereinigung des hinduistischen Jammu mit dem muslimischen Kaschmir (1819) und verschärfte sich durch die Gründung der Staaten Pakistan und Indien (1947).

Mehr als 10 Millionen Menschen leben in der Region. Einige von ihnen profitieren vom Bergsteiger-Tourismus, denn Kashmir ist ein beliebter Ausgangspunkt für Trekkingtouren im Himalaya. Höchster Berg ist mit stolzen 8.126 m der Nanga Parbat – auch König der Berge genannt. 80 Prozent der Bevölkerung leben jedoch von der Vieh- und Landwirtschaft. Die größten Städte der indischen Region Jammu und Kashmir sind Srinagar und Jammu.

Viele wunderbare Gewürzmischungen (Masalas) haben ihren Ursprung im Kashmirgebiet. Jede Region, jedes Dorf – mitunter jede Familie – hat ihre eigenen traditionellen Rezepte und Zusammenstellungen. Ein Masala kann extrem scharf, mild oder sogar süß sein.

Ihr findet Im Asiamarkt-Wing neben vielen anderen Masalas auch eine der köstlichsten Gewürzmischungen aus Kashmir: die Kashmiri Masala Paste Rajah mit den typischen Zutaten Anissamen, Bockshornklee, Gewürznelken, Lorbeer und Zimt. Die Currypaste verfeinert indische Currys und lässt sich auch hervorragend als Marinade verwenden.

Unser Tipp für ein indisches fruchtiges Chutney mit ausgeprägter Schärfe ist unser Bengal Mango Chutney Rajah zum Dippen. Eine raffinierte Beilage zu indischen Spezialitäten – scharf, würzig und fruchtig.

Probiert die Pasten doch mal aus! Gekühlt sind sie nach Anbruch noch einige Zeit haltbar. Wir stellen euch regelmäßig passende Rezeptideen  vor – da ist es gut, wenn ihr die richtigen Masalas im Haus habt.