Reisen ins Land der Mitte: China erleben

by Christiane Fengler/pixelio

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Der Drachen ist ein starkes Symbol Chinas, ein magisches Fabelwesen, das in sich die Kraft des Regens und des Frühlings sowie den Charakter und das Temperament verschiedener Tiere in sich vereint. Früher waren im ganzen Land Drachenzeremonien weit verbreitet, die den Regen herbeilocken sollten. An diese Tradition erinnern heute noch die prachtvollen Drachenbootfeste.

Aber nicht nur wegen seiner Mythologie ist China ist ein beeindruckendes Land. Es imponiert schon beim Betrachten einer Landkarte durch seine enorme Größe. Die riesigen Dimensionen des flächenmäßig drittgrößten und bevölkerungsreichsten Staates der Erde erschließen sich aber erst, wenn man China „live“ erlebt, beispielsweise auf einer klassischen Rundreise für „Anfänger“.

Viele Wege führen nach China – Gruppenreise buchen oder alles allein organisieren?

Wer die Volksrepublik China besucht, sollte sich gut vorbereiten, um ein Gespür für die chinesische Kultur, Philosophie und Mentalität zu bekommen. Die 5000-jährige wechselhafte Geschichte des Landes und des chinesischen Volkes ist spannender als mancher Thriller. Statt eines schmalen Reiseführers empfehlen wir zur Einstimmung auf das Erlebnis China die Investition in einen umfangreicheren Kulturreiseführer, der mehr Hintergrundwissen bietet und nicht nur die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abhandelt. Niemand wird nach der Lektüre eines Buches China wirklich verstehen, aber es stimmt auf die Tour ein und hilft, sich als Europäer in China nicht ungewollt völlig daneben zu benehmen.

Wer die erste Chinareise seines Lebens plant, muss schon sehr mutig – und am besten auch der Landessprache Mandarin mächtig sein –, wenn er sich für eine Individualreise entscheidet. Alle anderen sind mit einer Rundreise oder einer anderen Gruppenreise gut beraten, wie sie beispielsweise der Veranstalter www.chinatours.de anbietet. Solche Reisen mit kundiger Begleitung können teilweise auch individuell gestaltet werden, sind aber weniger „abenteuerlich“ als völlig selbst organisierte Trips. Wenn ihr schon mal in Ostasien ward, euch mit der Währung, den Benimmregeln und der Infrastruktur auskennt, könnt ihr es lockerer angehen und risikofreudig sein. Bedenkt aber, dass ihr, wenn Ihr die Sprache nicht beherrscht, quasi als Analphabet durchs Land reist. Nur in den Metropolen gibt es zweisprachige Straßenschilder und auch nur dort kann man sich mit Glück in englischer Sprache verständigen.

Was man in China gesehen haben muss

Die wichtigsten Städte sind die Hauptstadt Peking (mit der Verbotenen Stadt), die alte Kaiserstadt Luoyang samt Shaolin-Kloster sowie Shanghai und Hongkong. Durch ganz China zieht sich der „Lange Fluss“ Chang Jiang, oft auch als Yangtze oder Jangtsekiang bezeichnet und dessen Staudamm eine der Attraktionen Chinas ist. Die Chinesische Mauer, Terrakotta-Krieger, duftende Gärten, Reisterrassen und Wasserdörfer – es ist fast unmöglich, bei einem Besuch im Land der Mitte alles miteinander zu verbinden. Einige große Rundreisen decken jedoch ein beachtliches Spektrum in etwa 3 Wochen ab.

Wir werden euch in loser Folge hier im Asiamarkt-Wing-Blog asiatische Reiseziele vorstellen, denn natürlich ist nicht nur China eine Reise wert. Passend zu den Spezialitäten in unserem Shop werden das nach den Tipps für China auch Empfehlungen für Indien, Indonesien, Japan, Korea, Thailand und Vietnam sein.

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Okinawa-Ernährung: „Lebenselixier“ Japans

SushiAusgewogene Ernährung und viel Bewegung – das scheint der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben zu sein. Die Bewohner einer im Pazifischen Ozean gelegenen japanischen Inselgruppe machen es den westlichen Ländern vor. Zu den Ryūkyū-Inseln gehören Yaeyama, Miyako und die Hauptinsel Okinawa Hontō, wo die Lebenserwartung der Menschen im „Dorf der Hundertjährigen“ weit über dem Durchschnitt westlicher Länder liegt. Die Lebensweise der vielen extrem alten Menschen auf der Insel ist der Gegenstand zahlreicher Studien.

Was aber macht nun das Geheimnis der außerordentlich langen Lebensspanne der Menschen auf Okinawa aus? Anscheinend ist die Kombination aus Ernährung sowie körperlicher und geistiger Betätigung ausschlaggebend. Im Mittelpunkt der Ernährung stehen mit Fisch und Tofu Nahrungsmittel, die grundsätzlich in der traditionellen Küche Japans eine bedeutende Rolle spielen. Zusätzliche Proteine liefern Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Nüsse, während Fleisch auf dem Speisezettel kaum vertreten ist. Während hierzulande durch den hohen Fleischkonsum häufig zu viel Eiweiß und zu viele gesättigte Fettsäuren zugeführt werden, ist die Versorgung mit Eiweiß auf Okinawa optimal – nicht nur die Menge stimmt, sondern auch die Zusammensetzung.

Gleiches gilt für die Kohlenhydrate und Fette. Minderwertige Weizenmehlprodukte und Zucker sind weitgehend unbekannt. Auf Okinawa sind Süßkartoffeln als ballaststoffreiche Kohlenhydratquelle sehr beliebt. Sie sättigen hervorragend und setzen sich aus komplexen Kohlenhydraten zusammen. Statt Butter und Schmalz verwenden die Menschen auf Okinawa bevorzugt Rapsöl, das für seine gefäßschützenden Eigenschaften durch den Reichtum an Omega-3-Fettsäuren bekannt ist.

Sekundäre Pflanzenstoffe sind die wirksamsten Mittel gegen schädliche freie Radikale. Sie sind in Gemüse und Obst enthalten, aber auch die für die Küche Okinawas typischen Sprossen und Algen sind reich an wertvollen sekundären Pflanzenstoffen. Für den Stoffwechsel und die Verdauung sind Ballaststoffe wichtig, die zudem gut und lange anhaltend sättigen. Auch hier machen die Menschen auf Okinawa alles richtig, indem sie neben den bereits erwähnten Süßkartoffeln viel Soja, Reis und Kohl verzehren. Ein weiteres Merkmal der typischen Küche auf Okinawa ist das sparsame Salzen. Zum Würzen dienen frische und getrocknete Kräuter, Pilze und Ingwer.

Alles für die gesunde japanische Ernährung findet ihr in unserem Onlineshop bei den Lebensmitteln aus Japan.

Weihnachten in Asien

Foto: Keith Bacongco

Foto: Keith Bacongco

In großen Schritten nähern wir uns dem Weihnachtsfest und Neujahr. Weltweit wird der Beginn des neuen Jahres fröhlich gefeiert, so auch in Asien. Doch auch Weihnachten ist in aller Welt beliebt und bekannt. In vielen Ländern Asiens leben Christen, aber die Angehörigen anderer Religionen haben den Brauch teilweise ebenfalls übernommen.

So gilt in Indien und Pakistan – inspiriert von den Festlichkeiten Amerikas – Weihnachten als „der große Tag“ mit Santa Claus und vielen Geschenken, Weihnachtsferien, Weihnachtsliedern und Krippenspielen. Gemeinsam wirken Kinder – Christen und Hindus – in den Missionsschulen an den Festlichkeiten mit. In Bangladesch ist Weihnachten gar als gesetzlicher Feiertag verankert, an dem sich ähnlich wie bei uns Familien im großen Kreis zusammenfinden.

Auch die indonesische Bevölkerung kennt Weihnachten, obwohl es keinen offiziellen Feiertag, gibt. In China zeigen sich westliche Einflüsse zu Weihnachten insbesondere in den Großstädten. Auch ohne arbeitsfreien Feiertag und christliche Prägung erfreuen sich Dekorationen und Christbaumschmuck wachsender Beliebtheit.

In Südkorea hingegen ist Weihnachten ein echter Feiertag, an dem Christen wie Nicht-Christen freihaben, Weihnachtsmusik hören, Christbäume schmücken und miteinander ein Festessen einnehmen.
Die katholische Bevölkerung der Philippinen feiert so ausdauernd Weihnachten, dass ihre Festlichkeiten als die längsten der Welt gelten. Von der Christmette bis zum traditionellen Weihnachtsessen – allerdings nicht mit Pute oder Gans, sondern mit Schinken und Käse – wird Weihnachten auf den Philippinen ausgiebig zelebriert.

Japaner kennen Weihnachten, viel bedeutender ist in Japan aber der Neujahrstag. Während zu Weihnachten eher Spaß und Party angesagt ist, finden Familien sich zu Neujahr zusammen, einem gesetzlichen Feiertag.

Dass die Welt zusammenwächst, zeigt sich an Weihnachten ganz besonders deutlich. Jenseits von Marketingstrategien, Kommerz und Geschenken wünschen wir allen Menschen dieser Welt persönliche Zufriedenheit und ein friedliches Miteinander. Gutes Essen verbindet. Wie wäre es also zu Weihnachten einmal mit einem fern(k)östlichen Festtagsmenü? Oder zu Neujahr statt Fondue und Raclette eine indische Reistafel – lasst euch beim nächsten Mal von ein paar Menüvorschlägen der asiatischen Art überraschen!

Auf dem Dach der Welt – zu Gast in Tibet

Wir sind am Ende unserer langen kulinarischen Reise durch ganz Asien angelangt. Zum Abschluss möchten wir euch auf das „Dach der Welt“ entführen, wie die abgelegene Bergregion im Hochland Zentralasiens auch genannt wird. Die Bewohner des ehemaligen Königreich Tibets sind in der Regel gläubige Buddhisten, deren Lebensweise und Ernährung sich an die schwierigen klimatischen Bedingungen der kargen Landschaft angepasst haben.

Tibeter kochen auf Basis von Milch- und Fleischprodukten – das verbindet sie mit den Bewohnern der Mongolei. Bei allen anderen Völker Asiens finden sich kaum Milchprodukte und es steht auch deutlich weniger Fleisch auf dem Speiseplan. Die Viehwirtschaft spielt eine wichtige Rolle für die Bevölkerung Zentralasiens, weil pflanzliche Nahrung der Natur förmlich abgetrotzt werden muss. Ausgewählte Getreide- und Gemüsesorten wie Qingke (Gerste), Frühjahrsweizen, Bohnen, Erbsen und Zuckerrüben kommen mit den Bodenverhältnissen gut zurecht und werden daher flächendeckend angebaut. Walnüsse, Äpfel und Tee gedeihen so gut, dass sie als wichtige Handelserzeugnisse für den Export angebaut werden.
Grundnahrungsmittel (vor allem auch für Nomaden und Sherpas) ist „Tsampa“, ein geröstetes Getreidemehl, das einfach mit Wasser oder Tee und einer Portion Yakbutter verknetet wird und sich so hervorragend als Proviant für unterwegs eignet. Ähnlich beliebt sind Momos oder Shemos, ravioliähnliche frisch zubereitete und gefüllte Teigtaschen, die in Wasserdampf gegart werden.

Das Nationalgetränk Tibets ist gesalzener Buttertee oder „Po Cha“, der in vielen Varianten genossen wird. Wir stellen euch im kommenden Rezeptteil aber einen anderen köstlichen Tee vor, der sich auch in Europa wachsender Beliebtheit erfreut: Masala Chai, ein Gewürztee in der für Tibet typischen Mischung.

Zu Gast bei Dschingis Khan – die mongolische Küche

Was auch immer über die Küche der Mongolen bekannt zu sein scheint – vieles gehört ebenso wie das im Sattel zart gerittene Fleisch ins Reich der Sagen und Mythen. Eines aber ist gewiss: Mongolen kochen komplett anders als die Menschen in den anderen asiatischen Ländern, die wir euch bislang vorgestellt haben. Neben Milchprodukten spielt Fleisch eine enorm wichtige Rolle, insbesondere fettreiches Fleisch. Das hängt direkt mit der Lebensweise der Nomadenstämme in der Mongolei zusammen. Genutzt und verzehrt wird alles, was die Viehherden hergeben, also hauptsächlich tierische Produkte.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Völkern bekommt den Mongolen diese Menge an tierischem Eiweiß sehr gut. Als unverzichtbarer Energielieferant helfen fetter Käse, viel getrocknetes oder frisches Fleisch und Getränke auf Grundlage von Milch und Sahne, die harte Arbeit und die schweren Winter zu überstehen. Was für alle Menschen in modernen Industrienationen auf Dauer gesundheitsschädlich wäre, hält die Mongolen fit.

Die meisten mongolischen Restaurants außerhalb Zentralasiens haben nicht sehr viel mit echter mongolischer Küche zu tun. Selbst die Hauptattraktion, das Grillen von großen Fleischstücken und anderen Zutaten auf einem heißen Stein, findet in der Mongolei eher selten statt. Diese sogenannten „Mongolischen Barbecues“ haben eher Ähnlichkeit mit Teppanyaki-Speisen aus Japan.
Ein Gericht aber hat sich in verschiedenen Formen auch über die Mongolei hinaus durchgesetzt. Das Rezept für original mongolische Teigtaschen Khuushuur (oder Chuuschuur) mit Fleischfüllung findet ihr unter Rezepte/Mongolei.